Gepostet im Juli, 2013

Fernschule

Gepostet von am 7. Juli 2013 in Apps, Blitzlichter, Szenarien | Keine Kommentare

Fernschule

Eine Lehrerin fällt aus, als Klassenlehrer muss ich die Betreuung der SuS für Dienstagnachmittag 13.30 bis 15.05 regeln. Das führt zur Idee «Fernschule», bzw. zur Wiederaufnahme der Idee. Vor Jahren wollte ich mit Hilfe von educanet2 einen solchen Versuch «virtuelle Lektion» starten. Mangels Internet- und auch Computerzugängen kam es nie dazu. Mit dem iPad hat es jetzt geklappt. «iMessage» auf den SuS-iPads wurde bisher nicht genutzt. Einigen habe ich es mal eingerichtet, mit dem iCloud Account, den wir für die Apps benutzen. Eine Schülerin hat dann iMessage privat eingesetzt. Zu ihrem Schrecken wurden ihre Unterhaltungen auf die anderen angemeldeten Geräte synchronisiert. Das führte zur Idee, «iMessage» als Werkzeug für die Klassenführung einzusetzen.

Zuerst werden alle Geräte (ausser Lehrergerät) mit demselben iCloud Account angemeldet. Dann folgt ein Test. Alle schreiben an den Lehrer. Die Unterhaltung ist auf allen iPads synchron. Alle Schüleräusserungen sind auf einer Seite, die Lehrertexte auf der andern. Das ist nicht schlecht, aber die Schülertexte sind nicht unterscheidbar. Also kommt die Regel: SuS schreiben zuerst ihren Vornamen, dann einen Doppelpunkt, dann die Meldung. Der Lehrer schreibt ohne Vorvermerk, ausser er richtet sich an jemand bestimmten und setzt dann ein @ mit Adressatennamen davor.

Jetzt zur Aufgabe: Wir haben zwei Lektionen am Dienstagnachmittag zur Verfügung. Die Klassenlektüre muss fertiggelesen werden, es sind noch etwa drei kurze Kapitel. Während der Lektüre können Verständnisfragen in «iMessage» gestellt werden. Die SuS dürfen zu Hause oder sonstwo mit WLan Zugang arbeiten. Wer keinen findet, darf ins Schulzimmer, der Lehrer ist aber nicht vor Ort try this. 13.30 Uhr sollen sich alle kurz per iMessage melden, dass sie mit der Arbeit beginnen.

Es klappt ganz gut, alle bis auf eine Schülerin sind pünktlich «da». Im Lauf der Lektionen kommen ein paar Fragen, die beantwortet werden. Bald melden die ersten Schüler, dass sie mit der Zusammenfassung fertig seien. Sie schicken sie per Mail an den Lehrer, nach einer kurzen Vollständigkeitskontrolle dürfen sie sich verabschieden. Einige sind nach den Lektionen nicht fertig, trotzdem wird der virtuelle Unterricht beendet. Der Rest der Aufgabe muss als Hausaufgabe noch fertiggestellt werden.

Fazit: Wir fühlen uns wie Buschaustralier. Den SuS hats gefallen. Nun werde ich noch einen Versuch mit educanet2 machen. Der Klassenchat hat den Vorteil, dass die Schreibenden leichter identifizierbar sind. Ausserdem könnte der Messenger noch zusätzlich als privater Kommunikationskanal genutzt werden. Die Aufgabenverwaltung und die Dateiablage könnten dann noch den Mailverkehr ersetzen.

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