Dateiaustausch: Dropbox vs educanet2

Gepostet von am 17. März 2014 in Blitzlichter | Keine Kommentare

image

Seit vor zwei Jahren das Projekt in meiner Klasse gestartet ist, ist das Thema Dateiaustausch/Workflow ein Thema. Alle, die mit iPads arbeiten, stehen vor dieser Problematik, weil Apple keine USB Anschlüsse an ihren Geräten einbaut.

Als erste Variante (war dann auch mehr als ein Jahr im Einsatz) haben wir Dropbox genutzt. Damit nicht jede Schülerin, jeder Schüler eine eigene Dropbox einrichten musste, habe ich eine Klassendropbox auf allen Geräten angemeldet. Das funktioniert gut, aus meiner eigenen Dropbox ist ein Ordner freigeschaltet, in dem sich die Schülerinnen und Schüler die Materialien holen. Ebenso ist ein Ordner in der Klassendropbox für mich freigeschaltet, damit mir Arbeiten abgegeben werden können.

Nachteilig ist es, dass in den freigegebenen Ordnern jeder alles speichern oder löschen kann. Konkret hat ein Schüler unabsichtlich einen Ordner mit Musik PDFs gelöscht. Die Dateien mussten wieder auf die Dropbox gelegt werden.

Als Alternative testen wir seit ein paar Monaten die WebDav Funktion von educanet2. Die Schülerinnen und Schüler haben Accounts und können so die Apps mit dem WebDav Server von educanet2 verbinden. Damit haben sie einen persönlichen Online Speicher. Ausserdem kann ich bei der Klasse auf educanet2 Ordner für Verteilung und Sammlung von Arbeiten konfigurieren, die sicher sind vor unabsichtlichen oder absichtlichen Manipulationen.

Das funktioniert gut, hat lediglich den Nachteil, dass verglichen mit Dropbox, der zur Verfügung gestellte Speicher ziemlich mager ist.

Mehr

Zahlen visualisieren mit Easy Charts

Gepostet von am 14. Dezember 2013 in Apps, Blitzlichter | Keine Kommentare

Zahlen visualisieren mit Easy Charts

Im Unterricht ist es oft nützlich, nackte Zahlen zu visualisieren. Ein Beispiel aus dem Realienunterricht: Die Ausgaben von Arbeiterfamilien für vier verschiedene Zeiten sind im Buch aufgelistet. Früher benutzte ich Häuschenblätter, um die Zahlen in Hunderterfeldern auszumalen. Es sind ja Prozentzahlen. Dann konnte man die Hundertertafeln gut visuell vergleichen.

Am iPad habe ich zuerst Notability verwendet, um diese Arbeit auf einem Notizblatt mit Häuschen (die Häuschengrösse kann eingestellt werden) auszuführen. Ergebnisbeispiel hier: Die Ausgaben von Arbeiterfamilien 22.11.2013 Fabian

Das geht schneller als auf Papier, aber geht es nun um eine Fingermalübung am iPad? Ein grosser Unterschied in der Arbeitsweise zu der Arbeit mit Papier ist nicht gegeben. Man spart immerhin das Papier.

Also mache ich mich auf die Suche nach einer App, die geeignet ist, Zahlen zu visualisieren. Eine Tabellenkalkulation kann allenfalls Grafiken erstellen, auch eine Präsentationssoftware hat diese Möglichkeit eventuell eingebaut. Ich suche aber nach etwas Schnellerem, Einfacherem und werde fündig. «Easy Charts» ist gratis und sehr einfach zu bedienen. Anzahl Zahlen festlegen, Werte einstellen mit Tastatur oder Schieberegler, Grafikart wählen, fertig. Die Grafiken könne im Fotoalbum gesichert und als Bilder weiterverarbeitet werden. Ein Beispiel hier:

Easy Chart Bsp

Das iPadplus: Abstrakte Zahlenkolonnen können sehr schnell visuell dargestellt werden.

 

Mehr

Topten Apps

Gepostet von am 21. November 2013 in Apps, Blitzlichter | Keine Kommentare

Topten Apps

Alle machen Topten App Listen, also wir auch.

Die Schülerinnen und Schüler benoten die meistgebrauchten Apps auf unseren iPads. Ich zähle die Punkte zusammen und das Resultat ist eine Topten Liste der beliebtesten, nützlichsten Apps in unserer Klasse.

Toptenapps SZ3

Mehr

Kleiner Kreativitätsschub

Gepostet von am 7. November 2013 in Blitzlichter | Keine Kommentare

Kleiner Kreativitätsschub

Garage Band im Musikunterricht

Bisher haben wir im Musikunterricht Garage Band vorwiegend als Instrumentenlieferant benutzt More hints. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern musiziert zusammen mit Hilfe unserer Ministudios.

Jetzt haben wir eine kleine Einführung für das Erstellen von eigenen Songs durchgeführt und die Schülerinnen und Schüler einfach machen lassen. Schnell war klar, dass es nicht besonders witzig ist, einfach Loops zu addieren. Also wurden Spuren selbst eingespielt nach Griffvorlagen von bekannten Stücken.

Am nächsten Morgen bringen viele ihre eigenen Kreationen mit und präsentieren sie am Beamer. Eine Schülerin hat die vier Griffe von «Stand by me» etwas umarangiert und damit einen «4 Chord Song» komponiert,

siehe «Axis of Awesome» ;-),

natürlich noch ohne Melodie und Text. Das Video von Axis of Awesome haben wir uns natürlich auch noch schnell angeschaut, Internet, Youtube, Apple TV und Beamer mit Musikanlage sei Dank.

Besonders schön waren Äusserungen von zwei Schülern: « Mir war langweilig, da hab ich diesen Song versucht zu machen.» Balsam für des Musiklehrers Ohren.

Mehr

Papierloses Büro

Gepostet von am 7. September 2013 in Blitzlichter | Keine Kommentare

Papierloses Büro

Nach mehr als einem Jahr ist es mal an der Zeit, die Auswirkung des one to one iPad Einsatzes im Bezug zum Papierverbrauch anzuschauen. Ich habe eine Zeit lang Buch geführt über die eingesparten Kopien. Jedesmal, wenn ich gescannt und Dokumente dann über Clouddienste auf die iPads gebracht habe, habe ich das notiert. Ebenso sind per Mail oder Cloud abgegebene Schülerinnenarbeiten, die dann auch nicht ausgedruckt werden, gezählt worden. Auch eine Rolle spielen Arbeits- und Theorieblätter im Realienunterricht, die nicht mehr konventionell in Heften oder Ordnern abgelegt werden. Meine Klasse zählt 12 Schülerinnen und Schüler. Für eine Regelklasse könnte man die Zahlen also fast verdoppeln.

Pro Schulwoche kommen da für meine Klasse über 100 eingesparte Kopien zusammen. Auf ein Jahr gerechnet also ungefähr 4000 Kopien, was 8 Papierpaketen entspricht. Gemessen am Schulhausverbrauch ist das zwar nicht viel, trotzdem ist es eine Einsparung von Ressourcen, die ich nicht unwesentlich finde.

 Das iPadplus:

Es können Ressourcen geschont werden.

Mehr

iPad Wirkung in der Musik

Gepostet von am 14. August 2013 in Blitzlichter | Keine Kommentare

iPad Wirkung in der Musik

In der Musiklektion wird eine Rhythmusübung gemacht. Auf einem Blatt sind Notenzeilen, die mit Klatschen durchgespielt werden. Takt ist vier Viertel, es kommen Viertelnoten, halbe und ganze Noten vor. Der Musiklehrer und ich (wir arbeiten im Teamteaching) sind erstaunt über die Klasse, wie schnell sie gemeinsam die Übungen ab Blatt klatschen können. Dieser Klassenzug ist der fünfte, den wir gemeinsam unterrichten und nach unserer Erfahrung ging das in der Vergangenheit nie so schnell so gut.

Unsere Theorie: Dadurch, dass sich diese Klasse mit Hilfe der iPads viel mehr mit Chiffrierungen, Takt, Begleitungen für Stücke und auch mit der Rhythmusmaschine  beschäftigt hat, ist den Schülerinnen und Schülern diese Aufgabe viel leichter gefallen als denen vorher beschulter Klassen. Diese haben vorwiegend mit Hilfe von Textblättern Lieder gelernt und gesungen.

Ein iPadplus? Möglicherweise.

Mehr

Fernschule

Gepostet von am 7. Juli 2013 in Apps, Blitzlichter, Szenarien | Keine Kommentare

Fernschule

Eine Lehrerin fällt aus, als Klassenlehrer muss ich die Betreuung der SuS für Dienstagnachmittag 13.30 bis 15.05 regeln. Das führt zur Idee «Fernschule», bzw. zur Wiederaufnahme der Idee. Vor Jahren wollte ich mit Hilfe von educanet2 einen solchen Versuch «virtuelle Lektion» starten. Mangels Internet- und auch Computerzugängen kam es nie dazu. Mit dem iPad hat es jetzt geklappt. «iMessage» auf den SuS-iPads wurde bisher nicht genutzt. Einigen habe ich es mal eingerichtet, mit dem iCloud Account, den wir für die Apps benutzen. Eine Schülerin hat dann iMessage privat eingesetzt. Zu ihrem Schrecken wurden ihre Unterhaltungen auf die anderen angemeldeten Geräte synchronisiert. Das führte zur Idee, «iMessage» als Werkzeug für die Klassenführung einzusetzen.

Zuerst werden alle Geräte (ausser Lehrergerät) mit demselben iCloud Account angemeldet. Dann folgt ein Test. Alle schreiben an den Lehrer. Die Unterhaltung ist auf allen iPads synchron. Alle Schüleräusserungen sind auf einer Seite, die Lehrertexte auf der andern. Das ist nicht schlecht, aber die Schülertexte sind nicht unterscheidbar. Also kommt die Regel: SuS schreiben zuerst ihren Vornamen, dann einen Doppelpunkt, dann die Meldung. Der Lehrer schreibt ohne Vorvermerk, ausser er richtet sich an jemand bestimmten und setzt dann ein @ mit Adressatennamen davor.

Jetzt zur Aufgabe: Wir haben zwei Lektionen am Dienstagnachmittag zur Verfügung. Die Klassenlektüre muss fertiggelesen werden, es sind noch etwa drei kurze Kapitel. Während der Lektüre können Verständnisfragen in «iMessage» gestellt werden. Die SuS dürfen zu Hause oder sonstwo mit WLan Zugang arbeiten. Wer keinen findet, darf ins Schulzimmer, der Lehrer ist aber nicht vor Ort try this. 13.30 Uhr sollen sich alle kurz per iMessage melden, dass sie mit der Arbeit beginnen.

Es klappt ganz gut, alle bis auf eine Schülerin sind pünktlich «da». Im Lauf der Lektionen kommen ein paar Fragen, die beantwortet werden. Bald melden die ersten Schüler, dass sie mit der Zusammenfassung fertig seien. Sie schicken sie per Mail an den Lehrer, nach einer kurzen Vollständigkeitskontrolle dürfen sie sich verabschieden. Einige sind nach den Lektionen nicht fertig, trotzdem wird der virtuelle Unterricht beendet. Der Rest der Aufgabe muss als Hausaufgabe noch fertiggestellt werden.

Fazit: Wir fühlen uns wie Buschaustralier. Den SuS hats gefallen. Nun werde ich noch einen Versuch mit educanet2 machen. Der Klassenchat hat den Vorteil, dass die Schreibenden leichter identifizierbar sind. Ausserdem könnte der Messenger noch zusätzlich als privater Kommunikationskanal genutzt werden. Die Aufgabenverwaltung und die Dateiablage könnten dann noch den Mailverkehr ersetzen.

Mehr